Ein Altmeister
Viel Beifall aus der vollen Kirche erntete der Chor nach seinem letzten Konzert: Der Aufführung der ersten drei Kantaten des Weihnachtsoratoriums von J.S. Bach am 12.12.2010 in der Hannoverschen Markuskirche.
Dies ist auch der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung nicht entgangen. Folgender Artikel erschien am 14.12.2010:
Immer neue Stimmen
Am 7. Januar 2010 erschien in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung ein Artikel über den Chor von Johanna Günther. Wenn Sie den kompletten Beitrag lesen wollen, dann klicken Sie hier.

Händel Oratorium "Judas Maccabäus"
Anlässlich des 250. Todestages von Händel studierte der Chor eines der eher selten gespielten Oratorien ein. Die Aufführung fand am 17. Mai 2009 in der Markuskirche statt.
In der Hannoversche Allgemeinen Zeitung erschien die folgende Kritik:

Begrüßung ausländischer Studenten

Am 17. November 2008 trat der Chor im neuen Rathaus anlässlich der Begrüßung ausländischer Studenten auf. Offensichtlich kam der Auftritt bei den Gästen gut an:
"The one thing I will never forget is the Hannover University Choir. They were brilliant, I thought to myself, why don´t we have a choir in my Ethopian University."
[Aus einem Flyer des Hochschulbüros für Internationales].
Optimal besetztes Ensemble
In der Verdener Allerzeitung erschien am 17. Juli 2007 folgender Artikel zu unserem Konzert vom Samstag, dem 14. Juli:
Optimal besetztes Ensemble
Chorkonzert auf hohem Niveau in der Dog-Aula / Leider unglückliche Terminplanung in Verden
VERDEN • Der Chor der Leibniz Universität Hannover sang unter der Leitung von Tabea Fischle a-cappella-Werke zeitgenössischer skandinavischer Komponisten zur Mittsommernacht. Die Darbietungen standen auf einem sehr hohen Niveau.
Es ist schade, dass nur wenige Zuhörer die Gelegenheit hatten, diesen sehr guten Chor zu hören. Doch wie so häufig in Verden hat wieder einmal eine unglückliche Terminplanung dazu geführt, dass mehrere Veranstaltungen gleichzeitig stattfanden. Schade, das Konzert hätte eine vollbesetzte Aula verdient gehabt.
Der etwa 80 Mitglieder umfassende Chor der Uni Hannover ist optimal besetzt, wodurch ein ausgeglichenes Klangbild gewährleistet ist. Er besteht zum großen Teil aus Studenten aller Fachrichtungen, ist aber auch für andere interessierte Chorsängerinnen und -sänger offen.
Für das Verdener Konzert hatte Tabea Fischle skandinavische Chormusik einstudiert. Die Skandinavier haben lange Zeit den Weg der europäischen Chormusik bestimmt. Der Stockholmer Kammerchor unter der Leitung von Eric Ericson war das Maß aller Dinge. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass sich viele skandinavische Komponisten der Chormusik widmeten und neue Wege suchten.
Auf dem Programm des Verdener Konzertes standen anspruchsvolle und zum Teil schwierige Kompositionen der Schweden Hugo Alfvén (1872 – 1960) und Thomas Jennefelt (*1934), von Knut Nystedt (*1916), Norwegen, und dem Finnen Einojuhani Rautaavara (*1928).
Die Werke sind geprägt von der etwas melancholischen Melodik der skandinavischen Folklore. Die eingestreuten, zum Teil werkimmanenten Sprechchöre lockerten das Programm auf und sprengten eine mögliche Gleichförmigkeit (Melodik) der einzelnen Werke.
Der Wechsel zwischen gesungenen und gesprochenen Teilen innerhalb mancher Werke stellte höchste Anforderungen an die stimmliche Qualität des Chores, zumal die Sprechchöre zum Teil von erstaunlich dynamischer Entwicklung geprägt waren. Tabea Fischle, die kompetente und energische Chorleiterin, moderierte das Programm in sympathischer, lockerer Form und gab das Dirigat bei zwei Werken an Chormitglieder ab. Der erste war ein langjähriges, ehemaliges Mitglied des DoG-Kammerchores, Jens Gebhardt, der seine Aufgabe mit Überlegenheit meisterte und eine Interpretation voller Spannung und Dynamik ablieferte.
Mit der Vertonung des bekannten Liedes „Zum Tanze, da geht ein Mädel“ von Hugen Alfvén verabschiedeten sich die Gäste aus Hannover.
Es wäre sicher wünschenswert, diesen Chor öfter in Verden zu hören.
Hans-Peter Farke
Stimmgewalt bei munterem Gedränge

Im Stadtanzeiger Nord erschien am 28. Juni 2007 ein Beitrag von Birgit Wessel über die siebte Mitsommernacht der Chöre. Daraus der Passus zum Chor der Leibniz Universität:
Diskret dirigiert
In der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung erschien am 4. April 2006 folgende Kritik zu unserer Aufführung am 2. April in der Markuskirche:
Mozarts Große c-Moll-Messe in der Markuskirche Hannover
So ist das in diesem Jahr mit Mozart: Kaum ist die Welle der Großevents abgeebbt, wird auf lokaler Ebene tüchtig nachgelegt. Derzeit haben zahlreiche hannoversche Chöre und Kantoreien mozartmäßig einiges im Programm: Rund 80 der 110 geistlichen Werke - vom kaum bekannten Orgelwerk bis hin zum mythenumwitterten "Requiem" - sind zu erleben. Ein erstes Achtungszeichen setzte der Hochschulchor der Universität Hannover mit einer weilgehend überzeugenden Darbietung von Mozarts Großer c-Moll-Messe in der Markuskirche.
Zugegeben: Man hat Mozarts unvollendet gebliebenes Einstundenwerk wohl schon dramatischer, dichter und dringlicher erlebt. Die Vorstellung des Hochschulchores (der entsprechend der Doppelchörigkeit des "Sanctus" und des "Hosanna" konsequenterweise in zwei Gruppen Aufstellung genommen hatte) wirkte ein wenig zu artig, zu konziliant - vielleicht, weil sich die Choristen kaum in dynamische und emotionale Extrembezirke vorwagten.
Diesem auf Ausgeglichenheit zielenden Ansatz entsprach das diskrete, nicht übermäßig fordernd wirkende Dirigat von Tabea Fischle. Andererseits: In puncto Intonationssicherheit und chorischer Geschlossenheit bot der Unichor weitaus mehr, als man üblicherweise in dieser Klasse erwarten darf.
Irina Prodan, Heien Rohrbach (beide Sopran), Lucian Krasznec (Tenor) und Jens Fiedler (Bass) bildeten ein solides, stimmlich gut harmonierendes Solistenquartett, die ohne Fehl und Tadel aufspielende Helios Kammerphilharmonie setzte die markantesten Akzente des Abends - kräftiger Beifall.
Hildesheimer Allgemeine Zeitung
Anlässlich eines Konzertes am 7. Juli 2005 in der hildesheimer Sankt-Michaeliskirche erschien in der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung folgender Beitrag:
Alte Zeiten
Chor, Bläser und Orgel in der Michaeliskirche
HILDESHEIM. Wo sind sie denn? Man hört lediglich engelsgleiche Klänge, "Alta Trinita beata", eine italienische Weise aus dem 15. Jahrhundert. Doch die Sängerinnen und Sänger des Hochschulchores der Universität Hannover sieht man nicht, bis sie hinter den Säulen der St.-Michaelis-Kirche hervorkommen und am Publikum vorüberziehen. Dass sie wahrhaftig da sind, war nach diesem Einstieg deutlich zu hören und dann auch zu sehen.
Unter der Leitung der Gesangssolistin, Stimmbildnerin und Gesangsdozentin Tabea Fischle, die seit 1989 den Unichor leitet, gab es in variablen Besetzungen vom Chor Kostproben. Ferner wirkten der Bläserkreis St. Michael unter der Leitung von Helmut Langenbruch sowie Micha Bergsiek und Christian Michel an den Orgeln bei diesem sechsten Konzert der "Sommerlichen Kirchenmusik" mit.
Besonders ausdrucksvoll interpretiert der Chor Heinrich Schütz' Psalm 98 "Singet dem Herrn ein neues Lied" (SWV 35), Glaube und Hoffnung strahlen die Sänger in diesem mehrchörigen Werk aus den "Psalmen Davids" aus. Mit Johann Hermann Scheins "Lobet den Herrn in seinem Heiligtum" aus "Cymbalum Sionium" präsentieren die Interpreten ihr feinfühliges dynamisches Gespür. Die Crescendi und Decrescendi sind nuanciert, und die Dirigentin benötigt für diese Gestaltungen nur kleine Bewegungen. Das Ehrfürchtige bleibt so bedeutungsvoll.
Feierliche und erhabene Themen bot der Bläserkreis St. Michael [...]
Micha Bergsiek und Christian Michel führten an zwei Orgeln ihre Kommunikationsfähigkeit vor, so auch mit der "Toccata Cleopatra a 8" von Aurelio Bonelli. Hier vollbrachten sie die Kunst des Verstehens und der Aufnahme. Ein Organist stellt sein Thema vor, es wird vom zweiten Organisten bestätigt, erweitert oder auch mal gewechselt. Eine interessante und für den einen oder anderen vielleicht auch lehrreiche Darbietung.
Ein abwechslungsreicher Abend mit anspruchsvollen Werken der Renaissance und des Barock - und mit engagierten und guten Interpreten. jür
Evangelische Zeitung
Anlässlich des Konzertes gemeinsam mit dem Chor dem Medizinischen Hochschule am 2. Juli 2005 erschien in der Evangelischen Zeitung am 3. Juli die folgende Kritik:
von Gerd Bösenberg
Überzeugend
Zwei Hochschulchöre der Stadt gaben am vergangenen Sonnabend in der Dreifaltigkeitskirche (Oststadt) ein gemeinsames A-capella-Konzert unter dem Titel "Jauchzet dem Herrn". Es sangen der Hochschulchor der Universität Hannover, Leitung Tabea Fischle, und der Chor der Medizinischen Hochschule Hannover, Leitung Ute Schulze. Es erklangen vor allem anspruchsvolle Chorsätze von Heinrich Schütz und Johann Sebastian Bach.
Beide Chöre gemeinsam, das waren mehr als 120 Sängerinnen und Sänger, begannen das Konzert unter dem Dirigat von Ute Schulze machtvoll mit dem doppelchörigen 100. Psalm "Jauchzet dem Herrn alle Welt" von Heinrich Schütz. Da war die Dreifaltigkeitskirche voll von Musik, denn die Stimmen waren rundum im Kirchenraum verteilt: im Chorraum, auf beiden Seitenemporen und auf der Orgelempore.
Ute Schulze hatte [....]
Der Hochschulchor hatte neben einem kurzen Ausflug zu Johann Herman Schein ausschließlich Heinrich Schütz im Programm. Von ihm vor allem drei Stücke aus der "Geistlichen Chormusik" op. 11, die Schütz als Vorgänger Bachs für die leipziger Thomaner geschrieben hat. Die Chorstimmen bei diesen fünf- bis siebenstimmigen Motetten waren gut durchmischt, was trotz der Größe des Ensembles einen schönen, durchsichtigen Chorklang ergab. Der Chor sang intonationssicher und lebhaft in der Deklamation. Sehr ausdrucksstark erklang "Verleih und Frieden gnädiglich".
Der MHH-Chor [....]
Beide Hochschulchöre hinterließen einen überzeugenden Eindruck, den die Zuhörer in der beinahe ausverkauften Kirche mit intensivem Applaus bedachten.
Weser-Kurier
Anlässlich des Konzertes gemeinsam mit dem Jungen Sinfonieorchester Hannover in Osterholz am 8. Mai dieses Jahres erschien im Weser-Kurier am 11.5.2005 die folgende Kritik:
von Gabriela Keller
»LANDKREIS
"Ruft eure Feldgötter und eure Berggötter!" Elias wirbelt herum, schleudert den Götzendienern mit zornigen Worten den Fehdehandschuh hin. Die greifen ihn auf. Baal, erhöre uns!" Ein sanfter Ruf hebt an, wird lauter. Steigert sich zu einem vielstimmigen, verzweifelten Aufschrei. "Ba-a-a-l!" 260 Zuhörer im Forum der Kreissparkasse Osterholz lauschen gebannt, was sich da vor ihren Ohren im wahrsten Sinne des Wortes abspielt.
Das Junge Sinfonieorchester Hannover und der Hochschulchor der Universität Hannover führen mit Auszügen aus dem "Elias"-Oratorium von Felix Mendelssohn-Bartholdy die alttestamentarische Geschichte des Propheten als spannungsgeladenen Hörthriller auf. Da kämpft das Gute gegen das Böse. Akustisch in Szene gesetzt als packendes Duell zwischen Elias, dem Verehrer des Gottes Jahwe, und den Anhängern des Berggottes Baal. Mit dem Showdown bei der Feuerprobe am Opfertisch: Wer entfacht die Flammen und gibt sich damit als der wahre Gott zu erkennen? Die an Dramatik reiche Handlung birgt bereits alle Zutaten für eine fesselnde Unterhaltung: Hungersnot, Dürre, Stürme, Elias' Flucht in die Wüste, Verzweiflung, erlösender Regenzauber und schließlich der feurige Himmelsritt.
Die Musiker und Sänger verstanden die verschiedenen Episoden eindrucksvoll in Szene zu setzen. Carsten Krüger schlüpfte als Rezitator und Bass in die Rolle des Elias: ein Mensch zwischen Tatendrang und Resignation, Hoffnung und Enttäuschung, Selbstzweifeln und von Engeln beflügelter Siegesgewissheit. "Lauter, rufet lauter", feuerte er spottend die Anhänger des Berggottes an. "Gib uns Antwort, Baal", flehten erste einzelne Stimmen, dann der ganze Chor. Unterstützt von einem kraftvoll aufspielenden Orchester, das im ersten - dramatischen - Teil vom 33-jährigen Tobias Rokahr dirigiert wurde. Nach der Pause übernahm der 26-jährige Kerry Jago den Taktstock.
Das Publikum erlebte am Sonntag auf Einladung der Kreissparkasse und des Tagungshauses Bredbeck ein Mammutprojekt in doppeltem Sinn: Für das Monumentalwerk "Elias" hatte sich das aus früheren Gastspielen bekannte Orchester mit dem Chor zu einer ebenso monumentalen Besetzung zusammen getan. Sage und schreibe 75 Sänger und Sängerinnen standen neben rund 60 Instrumentalisten auf der Bühne. Getrennt hatte man geprobt: der Chor seit Oktober, das Orchester seit Januar. Die letzten vier Tage vor dem Konzert hatten die Musiker im Tagungshaus Bredbeck und die Sänger in der Mittelpunktschule in Worpswede an Feinheiten gefeilt. Erst am Freitag war man zum ersten Mal zusammen gekommen "Es ging erstaunlich gut. Wir waren selbst überrascht", meinte Rokahr. Die Konzertbesucher konnten es mit eigenen Ohren hören. Musiker und Sänger ergänzten sich perfekt. Fanden sich im sanften Zusammenklang bei der Bitte um Barmherzigkeit. Mit kraftvollen Stößen begleiteten Posaunen, Tuba und Hörner die Anrufung Baals durch die Sänger. "Oh Herr, es ist genug", warf Elias von Selbstzweifeln geplagt und entmutigt die Sachen hin. Und das Cello (Solist: Christoph Harer) stimmte wehmütig mit ein. Auf Elias’ Zeichen hin - "Sende sie herab" - entlud sich das Tongewitter der Streicher: Wie Blitze sausten Klangkaskaden mit einem Heulen in die Tiefe, prasselte der Regen. "Die Wasserwogen sind groß und brau-s-en gewaltig", intonierte der Chor buchstabenklar. Das Sprachtraining von Tabea Fischle hatte gefruchtet. "Man ist beim Singen immer ein Stück weit Schauspieler, das versuche ich zu vermitteln", erläuterte die Chorleiterin. Mit Erfolg. Welche Ausdrucksvielfalt in einer Stimme steckt, das machten die Sänger in beeindruckender Weise hörbar. Flehten um Hilfe. Heischten - kurz und gierig - als hungernde Kinder nach Brot. Forderten in wachsender Verzweiflung Antwort. Hetzten Elias: "Greifet, tötet ihn." Trösteten "Fürchte dich nicht." Sanfter Engelsgesang, jubilierende auch in den Höhen reine Soprane, kraftvolle Klangfülle - der Chor überzeugte in allen Tonlagen. Minutenlanger Beifall belohnte Sänger und Musiker nach ihrer grandiosen Vorstellung. Die Lust machte auf den ganzen "Elias".
Anlässlich des Kirchentages wird er in Hannover zu hören sein. Wer den Weg nicht scheut: Am 26. und 27. Mai wird das Oratorium in der Markuskirche aufgeführt.«
Osterholzer Anzeiger
Bezüglich desselben Konzertes schrieb der Osterholzer Anzeiger:
»„Elias“ in der Schalterhalle
Jugendsinfonieorchester mit Chor zu Gast in OHZ
Osterholz-Scharmbeck. Erwartungsgemäß voll wurde es im Foyer der Kreissparkasse zum jüngsten klassischen Konzert. Das Junge Sinfonieorchester Hannover und der Hochschulchor der Universität Hannover präsentierten Mendelssohn-Bartholdys Oratorium „Elias“.
Hiesige Klassikfans wussten bereits mit dem Namen der Musiker, dass ein hochklassiges Konzert ins Haus stehen würde. Das Junge Sinfonieorchester aus der Landeshauptstadt gastiert nicht das erste Mal in der Kreisstadt. Jährlich eine Woche probt das Ensemble im Tagungshaus Bredbeck und konzertiert anschließend in der Kreissparkassenhalle. Neu war die Zusammenarbeit mit dem Chor. „Seit Anfang des Jahres bereiteten wir uns getrennt intensiv vor“, sagte der Sprecher des Jugendsinfonieorchesters, Posaunist Thomas Eickhoff. In der Mittelpunktschule Worpswede hatte der Chor während der Probenfreizeit unter der Leitung von Tabea Fischle gearbeitet, bevor erst zwei Tage vor dem Auftritt in der Kreissparkasse das erste Mal gemeinsam musiziert wurde.
140 Sänger und Instrumentalisten interpretierten unter der Leitung von Tobias Rokahr (erster Teil) und Kerry Jago (zweiter Teil) die Highlights aus dem Oratorium „Elias“, benannt nach dem Propheten, der, nach den Worten des Alten Testaments, von seinem festen Glauben ein ganzes Volk zu überzeugen hatte und damit einen Götzen aus dem Feld schlagen konnte. Selbst die Auszüge, die das große Ensemble aus Hannover nach Osterholz-Scharmbeck mitbrachte, ließ nichts vom gewaltigen Stoff aus, das Mendelssohn-Bartholdy seinem „Elias“ verlieh, das heute als Musical-Spektakel Geschichte geschrieben hätte. Fluch, Dürre, Wunder und eine Feuerprobe am Opfertisch konnten mit der geraden, gefühlvollen und harmonischen Musik und dem vollen Gesang des Chores getragen werden. Um die Auszüge in eine passable Form zu bringen, rezitierte Carsten Krüger als Elias aus dem Oratorium.
Der mitreißende Auftritt des Jungen Sinfonieorchesters Hannover und des Hochschulchores der Uni Hannover wurde in der Schalterhalle sicherlich mit nicht weniger Begeisterung gefeiert als die Uraufführung des Elias 1846 in Birmingham. Am Kirchentag 2005 in Hannover soll das gesamte Werk „Elias“ aufgeführt werden. Allein das wäre einen Besuch wert, auch für Klassik-Anfänger.«

